Viele Menschen entscheiden sich irgendwann dazu, ihren Bausparvertrag zu kündigen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Manche brauchen das angesparte Geld schneller als geplant, andere möchten bessere Konditionen bei einer anderen Bank nutzen. Wer seinen Bausparvertrag kündigen will, sollte die Kündigungsfristen, mögliche Kosten und entstehende Nachteile genau kennen.
Bausparvertrag kündigen klingt einfach, doch oft gibt es dabei mehr zu beachten als gedacht. Förderungen können verloren gehen, und bei falscher Vorgehensweise drohen finanzielle Einbußen. Deshalb lohnt es sich, die wichtigsten Schritte und Folgen beim Bausparvertrag kündigen frühzeitig zu prüfen.
Wer sich gut informiert und vorbereitet, kann unnötige Verluste vermeiden. Wer plant, seinen Bausparvertrag zu kündigen, findet hier alle wichtigen Informationen, um sicher und erfolgreich vorzugehen.
Was ist ein Bausparvertrag?
Ein Bausparvertrag ist ein in Deutschland sehr populäres Sparprodukt. Er hilft beim systematischen Sparen für Bau-, Kauf- oder Renovierungsvorhaben und bietet oft attraktive Konditionen bei der späteren Baufinanzierung.
Grundlagen und Funktionsweise
Beim Bausparvertrag zahlt die Person über einen festen Zeitraum regelmäßig Geld auf ein Bausparkonto ein. Die Summe, die angespart werden soll, nennt sich Bausparsumme. Das dient als Grundlage für spätere Kredite oder Auszahlungen.
Typisch ist eine Aufteilung in zwei Phasen: Zuerst wird gespart, danach kann man ein günstiges Bauspardarlehen nutzen. Die Sparphase dauert meist mehrere Jahre. Sobald eine bestimmte Summe und Zeit erreicht sind, wird die Zuteilung möglich.
Die Konditionen wie Zinssatz auf das Guthaben und Darlehenszinsen sind von Anfang an festgelegt. Viele Bausparverträge bieten Förderungen, zum Beispiel die Wohnungsbauprämie. Wer einen Bausparvertrag kündigen möchte, sollte diese Rahmenbedingungen genau prüfen.
Ziele und Verwendungszwecke
Ein Bausparvertrag wird vor allem genutzt, um Eigenkapital für Bau oder Kauf einer Immobilie anzusparen. Sie eignen sich auch zur Modernisierung von Wohneigentum oder für Renovierungen.
Für viele stellt der Vertrag eine sichere Sparform dar, da Zinsen und Bedingungen klar kalkulierbar sind. Das macht es leichter, größere Ausgaben für Wohnzwecke zu planen. Häufig ist ein Bausparvertrag kündigen ein Thema, wenn sich die finanzielle Situation ändert oder andere Sparformen attraktiver erscheinen.
Wer öffentliche Förderungen oder staatliche Zuschüsse nutzen möchte, kann dies oft über einen Bausparvertrag umsetzen. Ein Bausparvertrag kündigen hat häufig zur Folge, dass Prämien verloren gehen, was bei der Entscheidung für oder gegen eine Kündigung bedacht werden sollte.
Bausparvertrag kündigen: Rechtliche Rahmenbedingungen
Beim Thema Bausparvertrag kündigen gibt es wichtige rechtliche Rahmenbedingungen, die sowohl aus dem Vertrag selbst als auch aus gesetzlichen Vorschriften resultieren. Besonders entscheidend sind die jeweiligen Kündigungsfristen und die gesetzlichen Grundlagen, die unbedingt beachtet werden müssen.
Kündigungsfrist und Formvorschriften
Wer einen Bausparvertrag kündigen will, muss die individuell im Vertrag oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geregelte Kündigungsfrist einhalten. In den meisten Fällen beträgt diese Frist zwischen drei und sechs Monaten. Die genaue Dauer kann je nach Anbieter und Vertrag unterschiedlich sein.
Die Kündigung des Bausparvertrags muss in der Regel schriftlich erfolgen. Viele Bausparkassen verlangen ein unterschriebenes Kündigungsschreiben. Elektronische Kündigungen sind selten ausreichend. Es wird empfohlen, das Schreiben per Einschreiben zu versenden, um einen Nachweis über den Zugang zu haben.
Tipp:
Wer den Bausparvertrag kündigen will, sollte prüfen, ob automatische Einzahlungen gestoppt werden müssen und ob mögliche Kosten wie Verwaltungsgebühren oder Verluste bei staatlichen Förderungen entstehen können.
Gesetzliche Grundlagen
Die gesetzlichen Regelungen für das Bausparvertrag kündigen finden sich vor allem im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Dort ist festgelegt, dass die Fristen und Bedingungen aus dem Vertrag ausschlaggebend sind. Gesetzlich gibt es meist keinen sofortigen Anspruch auf Auszahlung, sondern die im Vertrag vereinbarten Fristen müssen eingehalten werden.
Ein wichtiger gesetzlicher Schutz ist die Wahrung fairer Bedingungen. Das bedeutet, dass die Bausparkasse keine unangemessenen Vertragsstrafen verlangen darf, wenn korrekt gekündigt wurde. Unterstützende rechtliche Hinweise sind zudem oft in den AGB der jeweiligen Bausparkasse zu finden.
Hinweis:
Das Bausparvertrag kündigen führt bei Nichteinhaltung der Fristen oft zu Nachteilen wie dem Verlust von Zinsen oder staatlichen Prämien. Wer unsicher ist, sollte deshalb vor der Kündigung rechtliche Beratung in Anspruch nehmen.
Ablauf der Kündigung eines Bausparvertrags
Wer einen Bausparvertrag kündigen will, muss bestimmte Schritte befolgen und wichtige Hinweise beachten. Dazu gehören vor allem die schriftliche Mitteilung, die korrekten Angaben und mögliche Fristen, die bei der Kündigung einzuhalten sind.
Schriftliche Kündigung: Muster und Beispiel
Um einen Bausparvertrag kündigen zu können, ist eine schriftliche Kündigung zwingend notwendig. Die Bausparkassen verlangen ein unterschriebenes Schreiben, in dem der Wunsch zur Kündigung klar formuliert ist. Ein solches Schreiben sollte folgende Informationen enthalten:
- Name und Adresse des Vertragspartners
- Bausparnummer
- Datum der Kündigung
- Unterschrift aller Kontoinhaber
Ein Muster für ein Kündigungsschreiben sieht zum Beispiel so aus:
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich meinen Bausparvertrag mit der Nummer [Bausparnummer] zum nächstmöglichen Termin. Bitte bestätigen Sie mir die Kündigung schriftlich.
Mit freundlichen Grüßen
[Vorname Nachname]
[Unterschrift]
Wer einen Bausparvertrag kündigen will, sollte sicherstellen, dass das Schreiben alle nötigen Angaben enthält. Eine Kopie des Schreibens sollte immer aufbewahrt werden.
Bearbeitungszeit und Formalitäten
Nach dem Einreichen der Kündigung eines Bausparvertrags kann die Bearbeitung mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Bausparkassen geben in der Regel eine Kündigungsfrist von drei bis sechs Monaten an. Während der Bearbeitungszeit überprüft die Bank die Vertragsdaten und bereitet die Auszahlung des angesparten Guthabens vor.
Wer den Bausparvertrag kündigen möchte, sollte beachten, dass mögliche Gebühren oder Nachteile entstehen können, zum Beispiel entgangene Bonuszinsen oder Gebühren für eine vorzeitige Kündigung. Die Auszahlung erfolgt meist nach Ablauf der Kündigungsfrist auf das angegebene Konto.
Es ist wichtig, alle Unterlagen zur Bausparvertrag Kündigung aufzubewahren und auf eine schriftliche Bestätigung zu achten. Nur so ist der gesamte Vorgang rechtlich abgesichert.
Kosten und Gebühren bei Vertragskündigung
Wer einen Bausparvertrag kündigen möchte, muss mit verschiedenen Kosten rechnen. Dabei können sowohl Gebühren als auch Verluste bei Prämien und Zinsen entstehen. Eine genaue Prüfung zahlt sich vor einer Kündigung immer aus.
Mögliche Kündigungsgebühren
Ein Bausparvertrag kündigen verursacht oft Gebühren, besonders wenn die Kündigung noch in der Ansparphase erfolgt. Typische Kosten sind:
- Verwaltungsgebühr: Viele Bausparkassen verlangen eine feste Gebühr, wenn Kunden den Bausparvertrag kündigen. Die Höhe bewegt sich oft zwischen 10 und 50 Euro.
- Bearbeitungsgebühr: In bestimmten Fällen wird zusätzlich zur Verwaltungsgebühr eine weitere Bearbeitungsgebühr abgezogen.
- Fristgerechte Kündigung: Die meisten Verträge verlangen eine Kündigungsfrist von drei bis sechs Monaten. Wird diese Frist verkürzt, können weitere Gebühren entstehen.
- Sondergebühren: Bei sehr früher Kündigung oder wenn der Bausparvertrag kündigen außerhalb der vorgesehenen Bedingungen erfolgt, sind manchmal höhere Kosten möglich.
Es empfiehlt sich, vorab das Preisverzeichnis der eigenen Bausparkasse zu prüfen. So lassen sich Überraschungen vermeiden, wenn man einen Bausparvertrag kündigen möchte.
Verlust von Prämien und Zinsen
Wer einen Bausparvertrag kündigen will, muss mit finanziellen Nachteilen rechnen. Besonders betroffen sind staatliche Prämien und Bonuszinsen.
- Staatliche Förderungen: Werden Prämien wie die Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage vor Ablauf der Sperrfrist abgerufen, gehen diese oft komplett verloren. Die Bausparkasse zieht die Beträge direkt bei Auszahlung ab.
- Bonuszinsen: In vielen Verträgen gibt es zusätzliche Zinsen bei voller Laufzeit. Wer seinen Bausparvertrag kündigen möchte, bevor alle Bedingungen erfüllt sind, bekommt diese Boni meist nicht ausgezahlt.
- Reguläre Guthabenzinsen: Auch die normalen Zinsen können bei vorzeitiger Kündigung geringer ausfallen. Es kann sein, dass für einen bestimmten Zeitraum weniger oder keine Zinsen mehr berechnet werden.
Vor dem Bausparvertrag kündigen sollten alle Förderungen und Zinssätze genau geprüft werden, um den tatsächlichen Verlust einschätzen zu können.
Alternativen zur Kündigung prüfen
Bevor jemand den Schritt „Bausparvertrag kündigen“ geht, lohnt sich ein Blick auf andere Möglichkeiten. Je nach Lebenssituation können Alternativen helfen, finanzielle Nachteile zu vermeiden und flexible Lösungen zu finden.
Vertrag ruhen lassen
Wer den Bausparvertrag kündigen möchte, überlegt oft wegen finanziellen Engpässen. In vielen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, den Vertrag ruhen zu lassen.
Beim Ruhen lassen werden einfach keine weiteren Einzahlungen gemacht. Die bisher angesparten Beträge bleiben im Vertrag, es entstehen in der Regel keine weiteren Kosten während der Ruhezeit. Die Laufzeit verlängert sich aber, wenn keine Beträge mehr gezahlt werden.
Das Ruhenlassen gibt Flexibilität, falls sich die eigene finanzielle Lage bessert. Beitragsfreie Monate können helfen, Zeit zu gewinnen und den Bausparvertrag nicht kündigen zu müssen. Viele Bausparkassen ermöglichen das Ruhen problemlos, aber die Bedingungen sollten vorher im Vertrag geprüft werden.
Wichtig: Es gibt oft eine Höchstdauer, wie lange ein Bausparvertrag ruhen kann. Wird diese überschritten, kann die Bausparkasse den Vertrag möglicherweise doch kündigen. Wer das verhindern will, sollte sich frühzeitig informieren.
Vertrag übertragen oder abtreten
Eine weitere Möglichkeit, statt den Bausparvertrag zu kündigen, ist das Übertragen oder Abtreten des Vertrags. Das ist besonders dann interessant, wenn der Vertrag selbst nicht mehr gebraucht wird, aber andere davon profitieren können.
Beim Übertragen kann der Bausparvertrag auf eine andere Person – etwa ein Familienmitglied – übertragen werden. Oft sind Ehepartner, Kinder oder andere nahe Angehörige zulässig. Für die Übertragung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, wie zum Beispiel eine Zustimmung der Bausparkasse.
Vorteile im Überblick:
- Der Vertrag bleibt erhalten und die angesparte Summe geht auf die neue Person über.
- Der neue Vertragspartner kann später das Bauspardarlehen nutzen.
Die Abtretung funktioniert ähnlich, wird aber meist für Sicherheiten in Finanzgeschäften verwendet. Wie beim Übertragen sollte man sich über alle Formalitäten bei der eigenen Bausparkasse informieren. Wer den Bausparvertrag kündigen vermeiden will, findet darin eine sinnvolle Alternative.
Auswirkungen der Kündigung auf die Wohnungsbauprämie
Wer seinen Bausparvertrag kündigen möchte, sollte wissen, wie sich die Kündigung auf die Wohnungsbauprämie auswirkt. Besonders wichtig sind die Regeln zur Rückzahlung und die steuerliche Behandlung bei einer Kündigung.
Förderbedingungen und Rückzahlung
Wenn jemand seinen Bausparvertrag kündigen will, kann der Anspruch auf die Wohnungsbauprämie verloren gehen. Das gilt vor allem, wenn der Vertrag vor Ablauf der Bindungsfrist beendet wird. Die Prämie ist zweckgebunden, das heißt, sie muss für wohnwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden.
Kündigt man den Bausparvertrag, ohne das geforderte Ziel zu erfüllen, wird die bereits gezahlte Wohnungsbauprämie meist zurückgefordert. Ausnahmen gibt es bei bestimmten Gründen wie Tod, Arbeitslosigkeit oder Scheidung. Wurde der Vertrag nach 2009 abgeschlossen, gelten strenge Regelungen. Auch Bonuszinsen und weitere Förderungen können bei einer Kündigung verloren gehen.
Eine Übersicht:
| Fall | Prämie bleibt erhalten | Prämie wird zurückgefordert |
|---|---|---|
| Kündigung nach Bindungsfrist | Ja | Nein |
| Kündigung vor Ablauf ohne Zweck | Nein | Ja |
| Ausnahmefall (z.B. Tod) | Ja | Nein |
Steuerliche Aspekte
Steuerlich gesehen hat das Bausparvertrag kündigen keine direkten negativen Konsequenzen für die Wohnungsbauprämie selbst, da diese steuerfrei ausgezahlt wird. Allerdings können durch die Rückzahlung der Prämie nach einer Kündigung die gezahlten Fördermittel wieder verloren gehen.
Werden durch das Bausparvertrag kündigen auch andere staatliche Förderungen wie die Arbeitnehmersparzulage berührt, kann es zur Rückzahlungspflicht kommen. Bei Auszahlungen von Guthaben oder Zinsen kann eine Steuerpflicht entstehen.
Es ist ratsam, beim Bausparvertrag kündigen die steuerlichen Folgen mit der Bank oder einem Steuerberater zu klären. So bleiben keine finanziellen Nachteile unentdeckt.
Wann lohnt sich die Kündigung eines Bausparvertrags?
Die Entscheidung, einen Bausparvertrag zu kündigen, hängt oft von den persönlichen Finanzen und den aktuellen Konditionen des Vertrags ab. Auch die Entwicklung der Marktzinsen spielt für viele Sparer eine große Rolle.
Finanzielle Vorteile und Nachteile abwägen
Wer einen Bausparvertrag kündigen möchte, sollte die finanziellen Folgen genau prüfen. Bei einer vorzeitigen Kündigung ist oft mit Nachteilen zu rechnen, wie dem Verlust von Bonuszinsen oder Prämien. Die Bausparkasse kann in bestimmten Fällen einen Zinsausgleich einbehalten, besonders wenn der Vertrag noch nicht zuteilungsreif ist.
Manchmal kann es sinnvoller sein, den Bausparvertrag zu kündigen, wenn das gesparte Geld dringend benötigt wird oder wenn die monatlichen Raten zu einer finanziellen Belastung werden. Auch könnte eine Senkung der Bausparsumme oder das Teilen des Vertrags eine sinnvolle Alternative zur Kündigung sein.
Ein Vergleich möglicher Alternativen hilft, die beste Entscheidung zu treffen:
| Option | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Bausparvertrag kündigen | Sofortige Auszahlung | Verlust von Prämien und Zinsen |
| Vertrag teilen | Nutzung von Guthaben möglich | Teilweise Verlust von Vorteilen |
| Bausparsumme senken | Geringere monatliche Belastung | Mögliche Nachteile bei den Konditionen |
Relevanz von Zinssätzen und Vertragsbedingungen
Wenn die Zinsen auf dem Markt deutlich gestiegen sind, kann es sinnvoll sein, den bestehenden Bausparvertrag zu kündigen. Ältere Verträge bieten oft niedrigere Guthabenzinsen als neue Tages- oder Festgeldangebote.
Falls die Bausparbedingungen unattraktiv geworden sind, sollte ebenfalls überlegt werden, den Bausparvertrag zu kündigen. Manchmal sind die Konditionen schlechter als bei anderen Finanzierungsangeboten zur Immobilienfinanzierung.
Es ist wichtig, bei einer Kündigung auf die Fristen zu achten, meist drei bis sechs Monate. Alle Vertragspartner müssen die Kündigung schriftlich einreichen.
Durch die genaue Prüfung von Zinssätzen und Vertragsbedingungen kann jeder selbst entscheiden, ob das Bausparvertrag kündigen im eigenen Fall sinnvoll ist.
Besondere Situationen bei der Kündigung
Je nachdem, wann jemand den Bausparvertrag kündigen möchte, gelten unterschiedliche Regeln und Konsequenzen. Besonders der Zeitpunkt der Kündigung wirkt sich direkt auf Förderungen, Zinsen und Auszahlungsdauer aus.
Kündigung vor Zuteilungsreife
Will eine Person den Bausparvertrag kündigen, bevor die Zuteilungsreife erreicht wird, gibt es mehrere wichtige Dinge zu beachten. Die meisten Bausparkassen verlangen eine Kündigungsfrist von drei bis sechs Monaten. Wer schneller an sein Geld möchte, muss oft eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen.
Bei einer frühen Kündigung verlieren Kunden meist den Anspruch auf staatliche Förderungen wie die Wohnungsbauprämie. Diese Förderungen müssen rückwirkend zurückgezahlt werden. Auch die gezahlten Guthabenzinsen können durch die Bausparkasse gekürzt sein, besonders wenn die Kündigung weniger als sieben Jahre nach Vertragsabschluss erfolgt.
Es ist ratsam, alle Kosten und Verluste zu prüfen, bevor man den Bausparvertrag kündigen möchte. Häufig lohnt es sich, den Vertrag bis zur Zuteilungsreife weiterzuführen, um finanziellen Schaden zu vermeiden.
Wichtige Punkte:
- Kündigungsfrist: meist 3–6 Monate
- Wegfall von Prämien und Zuschüssen
- Möglicher Zinsverlust
- Gebühren oder Entschädigungen möglich
Kündigung nach Zuteilungsreife
Nach der Zuteilungsreife ist das Bausparguthaben frei verfügbar. Wer jetzt den Bausparvertrag kündigen möchte, kann in der Regel schnell über das gesamte Guthaben verfügen. Die Kündigungsfrist bleibt meist gleich, aber staatliche Prämien und Zinsen bleiben erhalten.
Es gibt jedoch auch hier Besonderheiten. Wird das Bauspardarlehen nicht in Anspruch genommen, sondern der Vertrag komplett aufgelöst, kann sich das auf spätere Finanzierungspläne auswirken. Die Zinsen auf das Guthaben sind nach der Zuteilung meist niedriger als davor.
Es entstehen meist keine größeren Verluste mehr, wenn der Bausparvertrag kündigen nach Zuteilungsreife erfolgt. Trotzdem sollte man sich vorher über die Bedingungen der Bausparkasse informieren und prüfen, ob die Kündigung wirklich die beste Option ist.
Wichtige Punkte:
- Keine Rückzahlung von Prämien
- Guthaben bleibt vollständig erhalten
- Möglicherweise niedrigere Zinsen
- Zukünftige Förderansprüche gehen verloren
Tipps für einen reibungslosen Kündigungsprozess
Beim Bausparvertrag kündigen ist sorgfältige Vorbereitung wichtig. Wer auf eine klare Kommunikation und vollständige Unterlagen achtet, vereinfacht den gesamten Ablauf und vermeidet unnötige Verzögerungen.
Unterlagen und Nachweise vorbereiten
Bevor der Bausparvertrag gekündigt wird, sollten alle benötigten Unterlagen griffbereit sein. Dazu gehört die Vertragsnummer, die Kopie des Bausparvertrags und ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Bei gemeinschaftlichen Verträgen ist es notwendig, dass alle Vertragspartner ihre Zustimmung schriftlich geben.
Eine schriftliche Kündigung wird von den meisten Bausparkassen verlangt. Es ist ratsam, diese per Einschreiben zu senden, um einen Nachweis zu haben. Zusätzlich sollten alle Bedingungen aus dem Vertrag geprüft werden. Besonders wichtig: Auf die Kündigungsfrist achten, die meist zwischen drei und sechs Monaten liegt.
Falls der Bausparvertrag kündigen vor Ablauf bestimmter Fristen passiert, können Prämien oder Bonuszinsen verloren gehen. Wer sich unsicher ist, sollte vor dem Bausparvertrag kündigen die Unterlagen noch einmal sorgfältig lesen oder sich beraten lassen.
Kommunikation mit der Bausparkasse
Beim Bausparvertrag kündigen ist eine offene Kommunikation mit der Bausparkasse entscheidend. Am besten werden Rückfragen direkt telefonisch oder schriftlich geklärt. Es empfiehlt sich, alle Gespräche und schriftlichen Mitteilungen zu dokumentieren.
Einige Bausparkassen stellen eigene Kündigungsformulare bereit. Diese sollten vollständig und korrekt ausgefüllt werden. Bei Unsicherheiten hilft der Kundenservice oft weiter und informiert über mögliche Vertragsstrafen oder Fristen.
Nach dem Bausparvertrag kündigen erhält der Kunde normalerweise eine schriftliche Bestätigung. Es ist sinnvoll, diese aufzuheben, bis das Guthaben ausgezahlt wurde und keine offenen Fragen mehr bestehen. So können Missverständnisse und Verzögerungen beim Bausparvertrag kündigen vermieden werden.
Nach der Kündigung: Weitere Schritte und Möglichkeiten
Nach dem Schritt „Bausparvertrag kündigen“ müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden. Dazu gehört vor allem der sinnvolle Umgang mit dem ausgezahlten Geld und die Frage, ob ein neuer Bausparvertrag abgeschlossen werden soll.
Umgang mit ausgezahltem Guthaben
Nach dem Bausparvertrag kündigen erhält der Kunde innerhalb der Kündigungsfrist das angesparte Guthaben zurück. Er sollte jetzt überlegen, wie er dieses Geld nutzen möchte. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, etwa das Geld auf ein Tagesgeldkonto mit flexibler Verfügbarkeit zu legen oder in ein Festgeldkonto mit festen Zinsen umzuschichten.
Wer Sicherheit und schnellen Zugriff auf das Geld braucht, sollte ein klassisches Sparkonto wählen. Ein Vergleich der Zinsen lohnt sich, denn je nach Bank können die Angebote stark voneinander abweichen. Bei größeren Beträgen ist es ratsam, auf die Einlagensicherung der Bank zu achten, um das Guthaben im Falle einer Bankenpleite zu schützen.
Tipp: Wer plant, bald eine Immobilie zu kaufen oder zu renovieren, kann das Guthaben nach dem Bausparvertrag kündigen auch direkt fürs Vorhaben zurücklegen und flexibel nutzen.
Neuen Bausparvertrag abschließen
Viele überlegen nach dem Bausparvertrag kündigen, ob sich ein neuer Bausparvertrag lohnt. Der Abschluss bringt Vorteile wie staatliche Förderung (Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage) und die Aussicht auf einen günstigen Darlehenszins in der Zukunft.
Vor dem Abschluss sollte geprüft werden, ob die Konditionen zum aktuellen Bedarf passen. Wichtige Punkte sind die Höhe der Bausparsumme, die Sparrate und die Abschlussgebühr. Ein Vergleich unterschiedlicher Tarife und Bausparkassen kann helfen, bessere Konditionen zu finden.
Oft bieten Bausparkassen spezielle Tarife für bestimmte Lebenslagen, zum Beispiel für junge Leute oder Familien. Wer nach dem Bausparvertrag kündigen von besseren Zinsen profitieren will, sollte sich vor dem Abschluss gut beraten lassen und alle Fördermöglichkeiten prüfen.
