Ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung: Was Sie jetzt wissen müssen

11–17 Minuten

Wer ein Jahr Krankengeld bezieht, muss mit einer Steuernachzahlung rechnen, auch wenn das Krankengeld selbst steuerfrei ist. Viele wissen nicht, dass das Krankengeld den sogenannten Progressionsvorbehalt auslöst, was zu einer höheren Steuerbelastung auf das restliche Einkommen führen kann. Das Thema „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“ betrifft daher jeden, der längere Zeit krank war und Krankengeld bekommen hat.

Ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung kann überraschend teuer werden, wenn man sich nicht rechtzeitig informiert. Schon bei mehr als 410 Euro Krankengeld im Jahr ist eine Steuererklärung Pflicht. Wer verstehen will, wie sich ein Jahr Krankengeld auf die Steuer auswirkt und wie hoch die Steuernachzahlung werden kann, findet hier wichtige Hinweise und praktische Tipps.

Grundlagen des Krankengeldes

Krankengeld ist eine wichtige Lohnersatzleistung, die Menschen während längerer Krankheit absichert. Für viele ist es besonders entscheidend zu wissen, wie „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“ entstehen kann.

Was ist Krankengeld?

Krankengeld ist eine finanzielle Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie wird gezahlt, wenn ein Arbeitnehmer länger als sechs Wochen krank ist und keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber mehr erhält.

Die Höhe des Krankengeldes liegt meist bei etwa 70 % des Bruttoverdienstes, höchstens aber 90 % des Nettoverdienstes. Es hilft, das Einkommen in einer längeren Krankheitsphase zu sichern. Krankengeld zählt nicht als normales Einkommen, aber es wirkt sich steuerlich aus.

Diese Besonderheiten spielen eine wichtige Rolle, wenn es um ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung geht, da das erhaltene Krankengeld den sogenannten Progressionsvorbehalt auslöst.

Bezugsdauer und Voraussetzungen

Krankengeld kann meistens für bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Jahren wegen derselben Erkrankung bezogen werden. Der Anspruch beginnt, wenn die sechswöchige Lohnfortzahlung des Arbeitgebers endet.

Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer gesetzlich versichert ist und arbeitsunfähig geschrieben wird. Privatversicherte erhalten unter Umständen Krankentagegeld, das anderen Regeln unterliegt.

Wenn jemand ein Jahr lang Krankengeld erhält, sollte er die Möglichkeit einer ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung im Blick behalten. Das betrifft vor allem die Steuererklärung für das entsprechende Jahr.

Unterschied zum regulären Einkommen

Krankengeld unterscheidet sich klar vom normalen Lohn oder Gehalt. Es ist steuerfrei, taucht jedoch in der Steuererklärung auf und unterliegt dem sogenannten Progressionsvorbehalt.

Das bedeutet: Das Krankengeld selbst wird nicht direkt besteuert. Es erhöht jedoch den Steuersatz auf das übrige zu versteuernde Einkommen. Gerade bei „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“ müssen Empfänger darauf achten, diesen Effekt bei der Steuer einzuplanen.

Ein längerer Bezug von Krankengeld kann zu einer deutlich höheren Nachzahlungspflicht beim Finanzamt führen, wenn das Jahreseinkommen dadurch in eine höhere Progressionszone rutscht.

Steuerliche Behandlung von Krankengeld

Krankengeld ist steuerfrei, aber es kann dennoch die Steuerlast erhöhen. Wichtig ist, wie der sogenannte Progressionsvorbehalt funktioniert und welche Auswirkungen dies auf eine mögliche Steuernachzahlung nach „ein Jahr Krankengeld“ hat.

Progressionsvorbehalt erklärt

Das Krankengeld zählt in Deutschland zum steuerfreien Einkommen, muss aber in der Steuererklärung angegeben werden. Es wird dabei vom Finanzamt im Rahmen des Progressionsvorbehalts berücksichtigt.

Der Progressionsvorbehalt sorgt dafür, dass das Einkommen durch das Krankengeld den Steuersatz beeinflusst. Das bedeutet, das Gesamteinkommen aus Lohn, Rente oder anderen Quellen wird zusammen mit dem Krankengeld berechnet, um den Steuersatz zu bestimmen.

Beispiel:
Wer ein Jahr Krankengeld bezieht, muss im nächsten Jahr mit einer höheren Steuer rechnen, weil das zu versteuernde Gesamteinkommen im Steuerbescheid zu einem höheren Steuersatz führt. Das Krankengeld selbst bleibt jedoch steuerfrei.

Beträgt das Krankengeld mehr als 410 € im Jahr, ist die Abgabe einer Steuererklärung verpflichtend. Arbeitgeber, Rentenversicherung oder die Krankenkasse übermitteln die Zahlungen dafür elektronisch ans Finanzamt.

Auswirkungen auf die Steuerlast

Der Progressionsvorbehalt kann zu einer Steuernachzahlung führen, besonders wenn jemand ein Jahr Krankengeld bezogen hat. Obwohl das Krankengeld selbst nicht versteuert wird, steigt durch die Anrechnung der Steuersatz für das übrige Einkommen wie Gehalt, Lohnersatzleistungen oder Rente.

Dadurch kann es passieren, dass im Folgejahr eine Nachzahlung an das Finanzamt fällig wird. Besonders betroffen sind Personen, die zuvor ein regelmäßiges Einkommen hatten oder zusammen mit dem Partner veranlagt sind.

Wichtige Punkte:

  • Das Krankengeld wird in der Anlage N, Zeile 27, der Steuererklärung eingetragen.
  • Wer ein Jahr Krankengeld erhält, sollte mit einer möglichen Steuernachzahlung rechnen.
  • Regelmäßige Kontrolle der Bescheide und frühzeitige Rücklagen helfen, finanzielle Überraschungen zu vermeiden.

Ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung betrifft vor allem Steuerpflichtige mit langen Krankheitszeiten. Es lohnt sich, im Voraus Informationen einzuholen und die eigene Situation genau zu prüfen.

Steuernachzahlung nach einem Jahr Krankengeld

Bei ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung kommt es häufig zu unerwarteten Nachforderungen vom Finanzamt. Das betrifft besonders viele Arbeitnehmer, weil das Krankengeld steuerfreie Einkünfte sind, aber den Steuersatz für andere Einkünfte erhöhen.

Berechnung der Steuernachzahlung

Die Nachzahlung im Fall von ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung entsteht durch den sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, das Krankengeld selbst wird nicht direkt besteuert, aber es erhöht den Steuersatz auf das übrige Einkommen. Dadurch bezahlt man auf seinen normalen Lohn mehr Steuern.

Eine Beispielrechnung kann so aussehen:

Zeitraum Einkommen Betrag
01.01.-20.02. Lohnfortzahlung 9.600 €
20.02.-31.12. Krankengeld 25.340 €

Das Krankengeld wird in der Steuererklärung (Anlage N, Zeile 27) eingetragen. Das Finanzamt berechnet daraufhin den Steuersatz aus Lohn plus Krankengeld. Besonders bei hohen Krankengeldbeträgen steigt die Wahrscheinlichkeit einer Steuernachzahlung stark an. Wer ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung vermeiden will, sollte frühzeitig Rücklagen bilden.

Relevante Fristen und Pflichten

Nach einem Jahr Krankengeld entsteht eine Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung, auch wenn es vorher nicht notwendig war. Das liegt daran, dass das Krankengeld dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Eine verspätete Abgabe kann zu Verspätungszuschlägen führen.

Die Steuererklärung muss meistens bis zum 31. Juli des folgenden Jahres beim Finanzamt abgegeben werden. Bei Unterstützung durch einen Steuerberater verlängert sich die Frist. Alle Beträge aus Lohn und Krankengeld müssen richtig eingetragen werden:

  • Krankengeld: Anlage N, Zeile 27
  • Lohnfortzahlung: Normale Angabe bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit

Wer die Fristen und die Eintragungen beachtet, kann Ärger mit Steuernachzahlungen vermeiden. Ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung ist für viele überraschend, lässt sich aber durch korrekte Angaben und frühzeitige Planung abfedern.

Meldung des Krankengelds beim Finanzamt

Wer ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung vermeiden oder korrekt berechnen möchte, muss wissen, wie Krankengeld ans Finanzamt gemeldet wird und welche Dokumente notwendig sind. Die Meldung läuft meist elektronisch ab, kann aber auch manuell geprüft werden.

Notwendige Unterlagen

Für die ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung sind bestimmte Unterlagen wichtig. Dazu gehören die Bescheinigung der Krankenkasse über das gezahlte Krankengeld und der Steuerbescheid vom Finanzamt.

Krankenkassen stellen eine Aufstellung aus, in der Höhe und Zeitraum der gezahlten Beträge klar aufgelistet sind. Ehepaare sollten auch eventuelle Änderungen in der Steuerklasse beachten, weil dies die Steuerlast beeinflussen kann.

Diese Dokumente müssen sorgfältig aufbewahrt werden. Werden mehr als 410 Euro Krankengeld in einem Jahr erhalten, besteht eine Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung. Die Informationen werden in der Anlage N der Steuererklärung eingetragen.

Elektronische und manuelle Meldung

Die Meldung des Krankengelds ans Finanzamt erfolgt heute meist elektronisch. Die Krankenkasse übermittelt die Daten automatisch bis spätestens 28. Februar des folgenden Jahres.

Das Finanzamt nutzt diese Angaben, um die ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung zu berechnen. Sollte eine elektronische Meldung fehlen oder Fehler enthalten, kann der Betroffene die Meldung manuell durch Einreichen der Bescheinigungen korrigieren.

Im eigenen Einkommensteuerbescheid erscheinen die gezahlten Beträge separat, da sie dem Progressionsvorbehalt unterliegen. Wer sichergehen will, dass keine Informationen fehlen, sollte die Unterlagen noch einmal prüfen und ggf. beim Finanzamt nachfragen.

Steuererklärungspflicht nach Krankengeld

Beim Bezug von Krankengeld gelten besondere steuerliche Regeln. Gerade bei ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung ist es wichtig zu wissen, wann eine Steuererklärung abgegeben werden muss und welche Faktoren bei längerer Krankheitsdauer zählen.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Wer im Laufe eines Jahres mehr als 410 Euro Krankengeld erhält, ist verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Diese Pflicht gilt unabhängig davon, ob das übrige Einkommen sonst zur Abgabepflicht führen würde.

Krankengeld ist zwar steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet: Das Krankengeld erhöht den Steuersatz für das restliche Einkommen. Diese Regelung sorgt besonders bei ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung häufig für Überraschungen.

Empfänger müssen das erhaltene Krankengeld in der Steuererklärung angeben, meist in Anlage N, Zeile 27. Die Krankenkasse stellt dafür automatisch eine Bescheinigung aus, die dem Finanzamt vorgelegt werden muss.

Besonderheiten bei längerer Krankheitsdauer

Bei längerer Arbeitsunfähigkeit und ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung steigen die Summen häufig über die Grenze von 410 Euro. Das kann zu einer erhöhten Steuerschuld führen, auch wenn während der Krankheit kein reguläres Gehalt floss.

Für Betroffene gilt es zu beachten:

  • Auch wenn das Krankengeld steuerfrei bleibt, beeinflusst es die Steuer auf das andere Einkommen.
  • Es kommt zu einer sogenannten Steuernachzahlung für das Jahr, in dem das Krankengeld bezogen wurde.
  • Wer längere Zeit – etwa ein ganzes Jahr – Krankengeld bezieht, muss mit einer zusätzlichen Steuernachzahlung rechnen.

Gerade bei ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung lohnt es sich, Rücklagen zu bilden und die Steuererklärung sorgfältig zu kontrollieren.

Vermeidung und Reduzierung der Steuernachzahlung

Wer von „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“ betroffen ist, kann oft schon im Voraus Maßnahmen ergreifen, um Nachzahlungen zu vermeiden oder zu verringern. Die richtige Steuerklasse und eine gute Planung der Finanzen helfen, unerwartete finanzielle Belastungen zu vermindern.

Steuerklassenwechsel und Lohnersatzleistungen

Ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung entsteht oft, weil das Krankengeld zwar steuerfrei ist, aber dem Progressionsvorbehalt unterliegt. Das bedeutet, das gesamte zu versteuernde Einkommen steigt, weil das Finanzamt das Krankengeld bei der Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt.

Durch einen rechtzeitigen Wechsel in eine günstigere Steuerklasse können Arbeitnehmer schon während des Bezugs von Krankengeld mehr Steuern direkt zahlen. Das vermindert die Gefahr einer hohen Steuernachzahlung am Jahresende. Besonders für Ehepaare kann ein Wechsel zwischen Steuerklasse III und V sinnvoll sein.

Beispiel für Steuerklassen:

Steuerklasse Für wen geeignet Auswirkung auf Lohnersatzleistungen
I Ledige, unverheiratete Arbeitnehmer Standard
III / V Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner Beeinflusst Nettogehalt und Ersatz

Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber oder Steuerberater kann helfen, die richtige Wahl der Steuerklasse zu treffen. Auch Lohnersatzleistungen wie Krankengeld sollten in der Steuererklärung genau angegeben werden.

Tipps zur finanziellen Vorsorge

Wer ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung erwartet, sollte Rücklagen bilden. Es empfiehlt sich, jeden Monat einen Teil des Krankengeldes beiseite zu legen. So lässt sich eine spätere Nachzahlung leichter stemmen.

Hilfreich ist auch die Nutzung von Steuersoftware oder das Einholen von Beratung bei einem Lohnsteuerhilfeverein. Diese Helfer informieren frühzeitig, wie hoch eine mögliche Nachzahlung ausfallen könnte.

Es ist ratsam, regelmäßig alle Belege und Nachweise zu sammeln. Wer Krankengeld länger als ein Jahr erhält, sollte zudem prüfen, ob weitere steuerliche Freibeträge beantragt werden können. Damit sinkt oft die Höhe der „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“.

Auswirkungen auf Sozialleistungen und andere Abgaben

Wer von ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung betroffen ist, muss auch die Folgen auf Sozialleistungen und Abgaben beachten. Besonders bei Rente, Sozialversicherung und weiteren Lohnersatzleistungen gibt es wichtige Unterschiede und Besonderheiten.

Rente und Sozialversicherung

Während des Bezugs von Krankengeld läuft die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung weiter. Die Beiträge für die Rentenversicherung zahlt die Krankenkasse. Das wirkt sich auf die späteren Rentenansprüche aus, denn das Krankengeld zählt als beitragspflichtige Zeit.

Allerdings ist das Krankengeld meist niedriger als das reguläre Gehalt. Dadurch verringert sich auch die Höhe der späteren Rente. Wer also ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung hat, muss damit rechnen, dass sich das Einkommen im Ruhestand ändern kann.

Auch für die anderen Sozialversicherungen, wie Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, gelten besondere Regeln. Hier übernimmt die Krankenkasse oder der Staat oft weiter die Beiträge, damit der Versicherungsschutz bestehen bleibt.

Weitere Lohnersatzleistungen im Vergleich

Krankengeld ist nur eine von mehreren Lohnersatzleistungen. Zur besseren Übersicht zeigt die folgende Tabelle wichtige Unterschiede bei ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung:

Leistung Steuerpflicht Progressionsvorbehalt Beitrag Sozialversicherung
Krankengeld Nein Ja Ja
Arbeitslosengeld Nein Ja Ja
Elterngeld Nein Ja Nein

Wichtig ist zu wissen, dass beim Krankengeld zwar keine direkten Steuern gezahlt werden müssen, aber durch den Progressionsvorbehalt kommt es zu ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung. Das gilt ähnlich für Arbeitslosengeld und Elterngeld, da sie ebenfalls unter den Progressionsvorbehalt fallen.

Wer verschiedene Lohnersatzleistungen nebeneinander bezieht oder abwechselt, sollte unbedingt die jeweiligen Regelungen kennen. Das hilft, unangenehme Überraschungen bei ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung zu vermeiden.

Fälle besonderer Steuerbelastung

Ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung kann unter bestimmten Umständen besonders hohe finanzielle Folgen haben. Verschiedene Lebenssituationen und zusätzliche Zahlungen wirken sich direkt auf die Steuerlast aus und sollten vorab genau geprüft werden.

Gemeinsame Veranlagung mit Partner

Bei der gemeinsamen Veranlagung kann ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung zu einer höheren Steuerbelastung führen. Das Krankengeld einer Person wird beim Progressionsvorbehalt dem Gesamteinkommen des Haushalts hinzugerechnet.

Dies führt dazu, dass beide Partner einen höheren Steuersatz erhalten, auch wenn das Krankengeld selbst nicht versteuert wird. Besonders dann, wenn der Ehepartner normal gearbeitet und ein hohes Arbeitseinkommen hatte, steigt die Steuerlast spürbar an.

Ein Beispiel:

Einkommen Ehepartner A Einkommen Ehepartner B (inkl. Krankengeld/Progression) Gemeinsamer Steuersatz
28.000 € 18.000 € Steuersatz steigt deutlich

Hinzu kommt, dass viele Betroffene zu spät von der Nachzahlung erfahren. Eine genaue Vorabberechnung des Steuereffekts ist ratsam, um unerwartete Ausgaben zu vermeiden.

Mehrere Lohnersatzleistungen in einem Jahr

Wer innerhalb eines Kalenderjahres neben dem Krankengeld noch weitere Lohnersatzleistungen, wie Arbeitslosengeld oder Elterngeld, erhält, muss besonders aufpassen. Ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung fällt dann oft höher aus.

Alle Lohnersatzleistungen werden für den Progressionsvorbehalt zusammengerechnet. Das führt dazu, dass sich der zu versteuernde Steuersatz weiter erhöht.

Wird etwa nach dem Krankengeld Arbeitslosengeld bezogen, ergibt sich ein deutlich höheres Gesamteinkommen für den Progressionsvorbehalt. Je nach Höhe und Dauer der Zahlungen steigt so die Steuerlast im Folgejahr. Ein Vergleich der möglichen Nachzahlungssummen vorab kann helfen, Überraschungen zu vermeiden.

Rechtliche Hinweise und Unterstützung

Bei „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“ ist es wichtig, steuerliche Pflichten genau zu kennen und richtig zu handeln. Wer Krankengeld bezieht, steht oft vor Unsicherheiten rund um Steuern und den richtigen Ablauf bei der Steuererklärung.

Beratung durch Steuerexperten

Viele Betroffene mit „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“ profitieren von einer Beratung durch Steuerexperten. Ein Steuerberater kennt die aktuellen Gesetze und kann individuell prüfen, ob und wie das Krankengeld beim Steuersatz berücksichtigt wird.

Er erklärt, wie das Prinzip des Progressionsvorbehalts funktioniert und was das konkret für die Steuerschuld bedeutet. Gerade bei komplizierten Fällen oder Unsicherheiten hilft professionelle Unterstützung, Fehler zu vermeiden und eventuell hohe Nachzahlungen abzufedern.

Ein Steuerberater nimmt zudem die Kommunikation mit dem Finanzamt ab. Er kann Einspruch gegen Steuerbescheide einlegen, Fristen überwachen und alle Unterlagen korrekt einreichen. Auch für Rückfragen zu „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“ ist der Steuerexperte ein wichtiger Ansprechpartner.

Rechte bei fehlerhaften Steuerbescheiden

Wer einen Steuerbescheid mit Bezug zu „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“ erhält und darin einen Fehler vermutet, hat Rechte. Jeder Steuerbescheid kann geprüft und im Zweifel angefochten werden.

Betroffene sollten zunächst alle Angaben, besonders zum Krankengeld, sorgfältig prüfen. Bei Fehlern kann innerhalb eines Monats Einspruch eingelegt werden. Das Finanzamt muss den Bescheid dann neu prüfen.

Wenn das Ergebnis nicht nachvollziehbar ist oder offene Fragen bestehen, kann auch ein Antrag auf Änderung gestellt werden. Wichtige Unterlagen wie Bescheinigungen der Krankenkasse und Lohnabrechnungen sollten dabei vorgelegt werden. So können Fehler schnell erkannt und korrigiert werden, damit „ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung“ nicht zu einer ungerechtfertigten Belastung wird.

Praktische Beispiele zur Steuernachzahlung bei Krankengeld

Ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung betrifft viele, die länger krankgeschrieben sind. Meist wird das Problem erst bei der Steuererklärung deutlich, wenn die Nachzahlung überraschend hoch ausfällt.

Typische Fallkonstellationen

Bei einem Jahr Krankengeld Steuernachzahlung spielen verschiedene Situationen eine Rolle. Häufig betroffen sind Arbeitnehmer, die ab dem zweiten oder dritten Monat im Jahr Krankengeld von der Krankenkasse bekommen. In diesen Fällen ersetzt das Krankengeld das normale Gehalt.

Obwohl das Krankengeld steuerfrei ist, unterliegt es dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass das Krankengeld bei der Berechnung des Steuersatzes auf das übrige Einkommen berücksichtigt wird. Dadurch steigt der Steuersatz an und kann zu einer Nachzahlung führen.

Ein weiteres typisches Beispiel ist eine Person, die von Januar bis Februar noch regulär Gehalt bezieht und dann für den Rest des Jahres Krankengeld erhält. Am Jahresende verlangt das Finanzamt oft eine Steuererklärung und setzt die Steuernachzahlung anhand des gesamten Jahreseinkommens fest.

Rechnerische Darstellung einer Nachzahlung

Bei einem Jahr Krankengeld Steuernachzahlung lässt sich die Nachzahlung an folgendem Modell zeigen:

Zeitraum Einkommen Steuerstatus
Januar – Februar 9.600 € (Gehalt) regulär versteuert
März – Dezember 25.340 € (KG) steuerfrei, aber Progressionsvorbehalt

Das Krankengeld bleibt steuerfrei, aber die 9.600 € werden durch das zusätzliche Krankengeld mit einem höheren Steuersatz versteuert. Wenn der Steuersatz dadurch von 14% auf 18% steigt, kann die Nachzahlung mehrere hundert Euro betragen.

Wichtig: Die genaue Höhe der Steuernachzahlung hängt von weiteren Faktoren wie Steuerklasse, Kinderfreibeträgen und anderen Einkünften ab. Wer ein Jahr Krankengeld Steuernachzahlung vermeiden oder kalkulieren will, sollte sorgfältig prüfen und eventuell einen Steuerrechner nutzen.

Entdecke mehr von ⚡finwiss

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen