Der Vanguard S&P 500 zählt zu den beliebtesten Indexfonds weltweit und ermöglicht Anlegern den einfachen Zugang zu den 500 größten US-Unternehmen. Dieser ETF bildet den Standard & Poor’s 500 Index nach und bietet eine kostengünstige Möglichkeit, breit gestreut in den amerikanischen Aktienmarkt zu investieren. Millionen von Investoren nutzen den Vanguard S&P 500 als Baustein für ihre Altersvorsorge und den langfristigen Vermögensaufbau.
Der Vanguard S&P 500 verwendet eine passive Anlagestrategie, bei der er die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index möglichst genau nachbildet. Anleger erhalten damit direkten Zugang zu großen US-Konzernen wie Apple, Microsoft und Amazon, ohne einzelne Aktien kaufen zu müssen.
Dieser Artikel erklärt die Funktionsweise des Vanguard S&P 500, seine Vor- und Nachteile sowie wichtige Aspekte wie Kosten, Steuern und Investitionsmöglichkeiten für deutsche Anleger. Zudem werden die langfristige Wertentwicklung und der Vergleich mit anderen Indexfonds beleuchtet.
Was ist der Vanguard S&P 500?
Der Vanguard S&P 500 ist ein passiv verwalteter Indexfonds, der die Wertentwicklung der 500 größten US-amerikanischen Unternehmen abbildet. Mit sehr niedrigen Kosten und hoher Diversifikation unterscheidet er sich durch seine spezielle Fondsstruktur von anderen Anbietern.
Überblick und Geschichte
Der Vanguard S&P 500 wurde als Indexfonds entwickelt, um Anlegern eine kostengünstige Investition in den amerikanischen Aktienmarkt zu ermöglichen. Vanguard bietet verschiedene Versionen dieses Fonds an.
Die UCITS-Version wurde am 22. Mai 2012 in Irland aufgelegt. Diese Version richtet sich speziell an europäische Anleger.
Der Fonds verfolgt einen physischen Replikationsansatz. Das bedeutet, er kauft tatsächlich die Aktien der im S&P 500 enthaltenen Unternehmen.
Mit einem Fondsvolumen von über 27 Milliarden USD gehört der Vanguard S&P 500 zu den größten ETFs weltweit. Diese Größe sorgt für hohe Liquidität und enge Spreads beim Handel.
Zielsetzung des Fonds
Das Hauptziel des Vanguard S&P 500 ist es, die Performance des S&P 500 Index so genau wie möglich nachzubilden. Der Index umfasst die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen nach Marktkapitalisierung.
Zu den Top-Positionen gehören Unternehmen wie:
- Apple
- Microsoft
- Amazon
- Tesla
- Google (Alphabet)
Der Fonds verwendet eine passive Anlagestrategie. Es findet kein aktives Stock-Picking statt. Stattdessen bildet der Vanguard S&P 500 den Index mechanisch nach.
Die jährlichen Kosten betragen nur 0,07 Prozent. Diese niedrige Gebühr macht langfristige Investitionen besonders attraktiv für Privatanleger.
Abgrenzung zu anderen S&P 500 Fonds
Der Vanguard S&P 500 unterscheidet sich hauptsächlich durch seine Kostenstruktur von Konkurrenzprodukten. Die TER von 0,07 Prozent gehört zu den niedrigsten am Markt.
Vanguard bietet den S&P 500 in zwei Varianten an:
- Distributing: Schüttet Dividenden aus
- Accumulating: Reinvestiert Dividenden automatisch
Die Fondsgesellschaft Vanguard ist als Genossenschaft organisiert. Die Anleger sind gleichzeitig Eigentümer des Unternehmens. Dies führt zu besonders niedrigen Kosten.
Im Gegensatz zu anderen Anbietern verwendet der Vanguard S&P 500 eine vollständige physische Replikation. Synthetische ETFs oder Sampling-Methoden kommen nicht zum Einsatz.
Die Funktionsweise des Vanguard S&P 500
Der Vanguard S&P 500 verfolgt eine passive Anlagestrategie durch physische Replikation des S&P 500 Index. Anleger können zwischen verschiedenen Ausschüttungsvarianten wählen.
Indexabbildung und Tracking
Der Vanguard S&P 500 nutzt einen physischen Replikationsansatz zur Nachbildung des S&P 500 Index. Der ETF kauft die tatsächlichen Aktien der im Index enthaltenen Unternehmen.
Diese Methode ermöglicht eine präzise Nachverfolgung der Index-Performance. Der Vanguard S&P 500 investiert in die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen nach Marktkapitalisierung.
Die Gewichtung erfolgt nach Marktkapitalisierung. Größere Unternehmen wie Apple oder Microsoft haben einen höheren Anteil im Portfolio.
Der Tracking Error bleibt durch diese Strategie minimal. Der Vanguard S&P 500 bildet die Wertentwicklung des Referenzindex sehr genau nach.
Rebalancing findet automatisch statt, wenn sich die Zusammensetzung des S&P 500 Index ändert. Dies geschieht ohne zusätzliche Kosten für Anleger.
Ausschüttungsarten
Der Vanguard S&P 500 ist in zwei Varianten verfügbar: als ausschüttende (Dist) und thesaurierende (Acc) Version.
Die ausschüttende Variante zahlt Dividenden quartalsweise an Anleger aus. Diese erhalten die Erträge direkt auf ihr Depot übertragen.
Bei der thesaurierenden Version werden Dividenden automatisch reinvestiert. Der Vanguard S&P 500 Acc erhöht dadurch seinen Fondswert kontinuierlich.
Beide Varianten verfolgen die gleiche Anlagestrategie. Sie unterscheiden sich nur in der Behandlung der Dividendenerträge.
Die Wahl zwischen den Varianten hängt von den individuellen Anlagezielen ab. Anleger mit Bedarf an regelmäßigen Erträgen wählen die Dist-Version.
Vorteile des Vanguard S&P 500
Der Vanguard S&P 500 bietet Anlegern drei wichtige Vorteile: sehr niedrige Gebühren von nur 0,03 Prozent jährlich, eine breite Streuung über 500 große US-Unternehmen und eine bewährte langfristige Wertentwicklung.
Niedrige Kostenstruktur
Der Vanguard S&P 500 überzeugt durch seine sehr niedrigen Kosten. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt nur 0,03 Prozent des Anlagebetrags.
Diese niedrigen Kosten entstehen durch die passive Anlagestrategie. Der Vanguard S&P 500 bildet den Index einfach nach, ohne teure Fondsmanager zu beschäftigen.
Aktiv verwaltete Fonds kosten oft zwischen 1,5 und 2,5 Prozent pro Jahr. Der Vanguard S&P 500 ist damit deutlich günstiger.
Kostenvergleich:
- Vanguard S&P 500: 0,03% jährlich
- Aktive Fonds: 1,5-2,5% jährlich
- Ersparnis: bis zu 2,47% pro Jahr
Die niedrigen Kosten wirken sich direkt auf die Rendite aus. Bei einer Anlage von 10.000 Euro spart ein Anleger etwa 200 Euro pro Jahr an Gebühren.
Diversifikation
Der Vanguard S&P 500 streut das Risiko über 500 der größten US-Unternehmen. Diese Streuung reduziert das Risiko einzelner Aktien erheblich.
Die 500 Unternehmen kommen aus verschiedenen Branchen. Dazu gehören Technologie, Gesundheitswesen, Finanzen und Konsumgüter.
Wichtige Sektoren im Vanguard S&P 500:
- Technologie (etwa 30%)
- Gesundheitswesen (etwa 13%)
- Finanzen (etwa 12%)
- Konsumgüter (etwa 11%)
Fällt ein Unternehmen schlecht ab, gleichen die anderen 499 Firmen dies meist aus. Der Vanguard S&P 500 macht Anleger weniger abhängig von einzelnen Aktien.
Die geografische Streuung beschränkt sich auf die USA. Dies kann Vor- und Nachteile haben, je nach Marktlage.
Langfristige Wertentwicklung
Der Vanguard S&P 500 zeigt über lange Zeiträume eine solide Wertentwicklung. In den letzten 20 Jahren erzielte der S&P 500 Index durchschnittlich etwa 10 Prozent Rendite pro Jahr.
Kurzfristige Schwankungen sind normal und gehören zu Aktieninvestments dazu. Der Vanguard S&P 500 kann in einzelnen Jahren auch Verluste machen.
Die langfristige Entwicklung war jedoch positiv. Anleger, die mindestens 15 Jahre investiert blieben, erzielten in der Vergangenheit meist gute Ergebnisse.
Historische Performance:
- 10 Jahre: durchschnittlich 12-14% pro Jahr
- 20 Jahre: durchschnittlich 9-11% pro Jahr
- 30 Jahre: durchschnittlich 10-12% pro Jahr
Der Vanguard S&P 500 eignet sich besonders für langfristige Sparziele. Für die Altersvorsorge oder andere langfristige Ziele kann er eine gute Basis bilden.
Rendite und Wertentwicklung
Der Vanguard S&P 500 ETF bietet Anlegern eine direkte Beteiligung an der Wertentwicklung der 500 größten US-Unternehmen. Die langfristige Performance zeigt starke Renditen, während kurzfristige Schwankungen normal sind.
Historische Performance
Der Vanguard S&P 500 ETF hat über lange Zeiträume eine solide Rendite erzielt. In den letzten 10 Jahren lag die durchschnittliche jährliche Rendite bei etwa 10-12 Prozent.
Wichtige Kennzahlen:
- 5-Jahres-Rendite: ca. 70-80%
- 10-Jahres-Rendite: ca. 180-200%
- Seit Auflage: über 250%
Die beste Performance erzielte der Vanguard S&P 500 ETF in Jahren mit starkem Wirtschaftswachstum. Besonders 2013, 2017 und 2019 waren sehr erfolgreiche Jahre mit Renditen über 25 Prozent.
Negative Jahre kommen vor, aber selten. Die Finanzkrise 2008 und der Corona-Crash 2020 führten zu temporären Verlusten. Langfristige Anleger konnten diese jedoch ausgleichen.
Vergleich mit anderen Fonds
Der Vanguard S&P 500 ETF schneidet im Vergleich zu anderen Indexfonds sehr gut ab. Die niedrigen Kosten von nur 0,07% jährlich sind ein großer Vorteil gegenüber aktiv verwalteten Fonds.
Kostenvergleich:
| Fondstyp | Jährliche Kosten | Tracking Error |
|---|---|---|
| Vanguard S&P 500 | 0,07% | Sehr gering |
| Andere ETFs | 0,15-0,50% | Gering |
| Aktive Fonds | 1,5-2,5% | Hoch |
Etwa 85-90% aller aktiv verwalteten Fonds können den S&P 500 langfristig nicht schlagen. Der Vanguard S&P 500 ETF bildet den Index sehr genau nach und weicht nur minimal ab.
Die Liquidität ist ausgezeichnet. Anleger können jederzeit kaufen und verkaufen, ohne große Spreads zahlen zu müssen.
Volatilität und Schwankungen
Die Wertentwicklung des Vanguard S&P 500 ETF unterliegt normalen Marktschwankungen. Die jährliche Volatilität liegt bei etwa 15-20 Prozent.
Typische Schwankungen:
- Tägliche Bewegungen: 0,5-2%
- Monatliche Schwankungen: 3-8%
- Jährliche Volatilität: 15-20%
Starke Kursrückgänge von 20% oder mehr kommen alle paar Jahre vor. Der Vanguard S&P 500 ETF erholt sich meist innerhalb von 1-3 Jahren wieder vollständig.
Anleger sollten mit temporären Verlusten rechnen. Besonders in Krisenzeiten kann der Wert deutlich fallen. Langfristig gleichen sich diese Schwankungen jedoch aus.
Die Dividendenrendite liegt bei etwa 1,5-2% jährlich und bietet zusätzliche Stabilität.
Gebührenstruktur und Kosten
Der Vanguard S&p 500 zeichnet sich durch eine sehr niedrige Gesamtkostenquote von 0,07% jährlich aus. Diese geringe Kostenbelastung macht den ETF zu einer der günstigsten Optionen für Anleger.
Gesamtkostenquote (TER)
Die jährliche Verwaltungsgebühr des Vanguard S&p 500 beträgt nur 0,07%. Diese Gesamtkostenquote (TER) liegt deutlich unter dem Branchendurchschnitt.
Anleger zahlen keine Ausgabeaufschläge beim Kauf des Vanguard S&p 500. Die niedrigen Kosten sorgen dafür, dass mehr von der erwirtschafteten Rendite bei den Anlegern bleibt.
Die 0,07% TER werden automatisch vom Fondsvermögen abgezogen. Zusätzliche versteckte Gebühren fallen nicht an.
Bei einer Investition von 10.000 Euro zahlen Anleger jährlich nur 7 Euro an Verwaltungsgebühren. Diese geringe Kostenbelastung macht den Vanguard S&p 500 besonders attraktiv für langfristige Investoren.
Vergleich zu ähnlichen Produkten
Der Vanguard S&p 500 gehört zu den kostengünstigsten S&P 500 ETFs auf dem europäischen Markt. Viele vergleichbare ETFs von anderen Anbietern haben höhere Gebühren zwischen 0,15% und 0,25%.
Vanguard Index-ETFs haben im Durchschnitt eine TER von 0,12%. Der Vanguard S&p 500 liegt mit 0,07% sogar unter diesem bereits niedrigen Durchschnitt.
Konkurrierende S&P 500 ETFs kosten oft das Doppelte oder Dreifache. Diese Kostenunterschiede können bei langfristigen Investments erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtrendite haben.
Die niedrigen Kosten des Vanguard S&p 500 resultieren aus Vanguards einzigartiger Unternehmensstruktur. Als Kundengenossenschaft gibt Vanguard Kosteneinsparungen direkt an die Anleger weiter.
Wie investiert man in den Vanguard S&P 500?
Der Vanguard S&P 500 kann über verschiedene Wege gekauft werden, wobei die Wahl des richtigen Brokers und Handelsplatzes entscheidend ist. Sparpläne bieten eine praktische Möglichkeit für den regelmäßigen Aufbau einer Position.
Kaufmöglichkeiten
Anleger können den Vanguard S&P 500 über verschiedene Handelsplätze erwerben. Die wichtigsten Optionen sind Xetra und die New York Stock Exchange.
Xetra bietet den Vorteil des Handels in Euro. Dies vermeidet Währungsrisiken für deutsche Anleger. Die Handelszeiten sind von 9:00 bis 17:30 Uhr.
Der Handel über US-Börsen erfolgt in US-Dollar. Hier entstehen zusätzliche Währungskosten. Die Liquidität ist jedoch oft höher.
Zwei Hauptvarianten des Vanguard S&P 500 stehen zur Verfügung:
- Ausschüttende Version: Dividenden werden regelmäßig ausgezahlt
- Thesaurierende Version: Erträge werden automatisch reinvestiert
Die thesaurierende Variante eignet sich besonders für den langfristigen Vermögensaufbau. Sie nutzt den Zinseszinseffekt optimal aus.
Depotwahl und Broker
Die Auswahl des richtigen Brokers beeinflusst die Kosten beim Kauf des Vanguard S&P 500 erheblich. Online-Broker bieten meist günstigere Konditionen als Filialbanken.
Wichtige Kriterien bei der Brokerwahl:
- Ordergebühren für ETF-Käufe
- Verfügbarkeit von Sparplänen
- Mindestanlagesummen
- Depotführungskosten
Viele Broker bieten den Vanguard S&P 500 im Rahmen von Aktionsangeboten an. Dabei entfallen oft die Kaufgebühren komplett.
Die Depoteröffnung erfolgt meist online binnen weniger Tage. Legitimation per PostIdent oder VideoIdent ist erforderlich.
Sparpläne
Sparpläne ermöglichen den regelmäßigen Kauf des Vanguard S&P 500 mit festen Beträgen. Die meisten Broker bieten diese Option an.
Mindestbeträge liegen oft bei 25 bis 50 Euro monatlich. Höhere Beträge sind jederzeit möglich. Die Ausführung erfolgt automatisch zum gewählten Stichtag.
Sparpläne nutzen den Cost-Average-Effekt. Bei niedrigen Kursen werden mehr Anteile gekauft, bei hohen weniger. Dies glättet Schwankungen über die Zeit.
Die Flexibilität bleibt erhalten. Sparpläne können jederzeit pausiert, angepasst oder beendet werden. Zusätzliche Einmalzahlungen sind meist problemlos möglich.
Viele Broker bieten den Vanguard S&P 500 Sparplan ohne Ausführungsgebühren an.
Steuerliche Aspekte in Deutschland
Deutsche Anleger müssen beim Vanguard S&P 500 ETF die Abgeltungsteuer von 25% plus Solidaritätszuschlag zahlen. Die Vorabpauschale kann bereits vor dem Verkauf zu Steuerzahlungen führen.
Besteuerung von Erträgen
Der Vanguard S&P 500 unterliegt in Deutschland der Abgeltungsteuer. Diese beträgt 25% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag. Bei Kirchensteuerpflicht kommen weitere 8-9% hinzu.
- Dividendenausschüttungen
- Kursgewinne beim Verkauf
- Vorabpauschale (auch ohne Verkauf)
Die Vorabpauschale beim Vanguard S&P 500 wird jährlich berechnet. Sie basiert auf dem Basiszins multipliziert mit dem Fondswert am Jahresanfang. 2025 beträgt der Basiszins 2,74%.
Deutsche Broker führen die Steuern automatisch ab. Bei ausländischen Brokern müssen Anleger die Erträge selbst in der Steuererklärung angeben.
Der Vanguard S&P 500 ist als thesaurierender ETF konzipiert. Dadurch fallen keine regelmäßigen Ausschüttungen an, sondern nur die Vorabpauschale.
Vor- und Nachteile für deutsche Anleger
Vorteile des Vanguard S&P 500:
- Automatische Steuerabführung bei deutschen Brokern
- Niedrige Vorabpauschale durch günstigen Basiszins
- Steuerstundung durch thesaurierende Struktur
Nachteile:
- Quellensteuer von 15% auf US-Dividenden
- Keine vollständige Anrechnung der Quellensteuer
- Vorabpauschale auch in verlustträchtigen Jahren möglich
Der Vanguard S&P 500 domiziliert in Irland. Dies reduziert die US-Quellensteuer von 30% auf 15% durch das Doppelbesteuerungsabkommen. Deutsche Anleger können davon nur teilweise profitieren.
Bei Verlusten können diese mit anderen Kapitalerträgen verrechnet werden. Der Vanguard S&P 500 bietet durch seine breite Streuung jedoch langfristig stabile Erträge.
Risiken und mögliche Nachteile
Der Vanguard S&P 500 ETF bringt verschiedene Risiken mit sich, die Anleger kennen sollten. Marktvolatilität, fondsspezifische Beschränkungen und Währungsschwankungen können die Rendite erheblich beeinflussen.
Marktrisiken
Der Vanguard S&P 500 unterliegt starken Marktschwankungen des US-Aktienmarktes. Wirtschaftliche Abschwünge können den ETF-Wert deutlich reduzieren.
Hauptrisiken umfassen:
- Konjunkturzyklen und Rezessionen
- Geopolitische Ereignisse
- Zinssatzänderungen der Federal Reserve
- Inflationsdruck
Die Technologie-Dominanz im S&P 500 verstärkt diese Risiken zusätzlich. Wenige große Tech-Unternehmen haben großen Einfluss auf die Gesamtperformance.
Bei Marktkrisen kann der Vanguard S&P 500 binnen kurzer Zeit 20-30% an Wert verlieren. Anleger müssen mit solchen Schwankungen rechnen können.
Fonds-spezifische Risiken
Der Vanguard S&P 500 konzentriert sich ausschließlich auf US-Großunternehmen. Diese begrenzte geografische Diversifikation erhöht das Konzentrationsrisiko erheblich.
Spezifische Nachteile:
- Keine Mitspracherechte bei Unternehmensentscheidungen
- Passive Verwaltung ohne aktive Risikokontrolle
- Tracking-Error zum ursprünglichen Index möglich
Liquiditätsrisiken entstehen bei extremen Marktbedingungen. Der ETF könnte dann zeitweise schwerer handelbar werden.
Die laufenden Kosten von 0,07% sind niedrig, können aber langfristig die Rendite schmälern. Bei großen Anlagesummen summieren sich diese Gebühren merklich.
Währungsrisiko bei Auslandsanlagen
Deutsche Anleger des Vanguard S&P 500 tragen ein erhebliches Wechselkursrisiko. Der ETF notiert in US-Dollar, während deutsche Anleger in Euro investieren.
Schwankt der Dollar-Euro-Kurs ungünstig, können Währungsverluste die Aktiengewinne zunichtemachen. Ein starker Euro reduziert die Rendite in Euro-Begriffen deutlich.
Währungseffekte können:
- Gewinne vollständig aufheben
- Verluste zusätzlich verstärken
- Unvorhersagbare Schwankungen verursachen
Historisch schwankte der Dollar-Euro-Kurs um 10-20% jährlich. Diese Volatilität beeinflusst die Gesamtrendite des Vanguard S&P 500 für europäische Investoren maßgeblich.
Währungsabsicherung ist bei diesem ETF nicht verfügbar. Anleger müssen das volle Währungsrisiko selbst tragen.
Vergleich mit anderen Indexfonds
Vanguard S&p 500 ETFs stehen im direkten Wettbewerb mit anderen großen Anbietern wie iShares und Xtrackers. Die wichtigsten Unterschiede liegen in den Kosten, der Fondsgröße und der Nachbildungsmethode des Index.
Vanguard vs. iShares S&P 500
Kostenstruktur zeigt deutliche Unterschiede zwischen beiden Anbietern. Vanguard S&p 500 ETFs haben oft niedrigere jährliche Verwaltungsgebühren als vergleichbare iShares Produkte.
iShares bietet jedoch eine größere Auswahl an S&P 500 ETFs. Der iShares Core S&P 500 UCITS ETF gehört zu den größten Fonds in Europa.
Fondsgröße spielt eine wichtige Rolle bei der Liquidität. Beide Anbieter verwalten mehrere Milliarden Euro in ihren S&P 500 Produkten.
Die Nachbildungsmethode unterscheidet sich ebenfalls. Vanguard S&p 500 nutzt meist physische Replikation, während iShares sowohl physische als auch synthetische Varianten anbietet.
Dividendenbehandlung variiert zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Versionen bei beiden Anbietern.
Vanguard vs. Xtrackers S&P 500
Xtrackers von Deutsche Bank bietet eine Alternative zu Vanguard S&p 500 Produkten. Die Kostenunterschiede sind oft minimal zwischen beiden Anbietern.
Tracking-Qualität ist bei beiden Anbietern sehr gut. Xtrackers verwendet hauptsächlich physische Replikation, ähnlich wie Vanguard S&p 500 ETFs.
Die Fondsgröße von Xtrackers S&P 500 ETFs ist kleiner als die von Vanguard. Dies kann zu geringfügig höheren Spreads führen.
Verfügbarkeit unterscheidet sich je nach Broker. Vanguard S&p 500 ETFs sind oft bei mehr deutschen Brokern als Sparplan verfügbar.
Xtrackers bietet sowohl EUR-hedged als auch ungesicherte Varianten an. Dies gibt Anlegern mehr Flexibilität bei der Währungsabsicherung.
Fazit und Ausblick
Der Vanguard S&P 500 bleibt ein wichtiger Baustein für langfristige Anleger. Das ETF bildet zuverlässig die Performance der 500 größten US-Unternehmen ab.
Die aktuellen Marktbedingungen zeigen sowohl Chancen als auch Risiken auf. Der Vanguard S&P 500 durchlebt wie andere Aktienindizes volatile Phasen.
Wichtige Faktoren für die Zukunft:
- Wirtschaftsdaten aus den USA
- Zinsentscheidungen der Federal Reserve
- Unternehmensergebnisse der S&P 500 Firmen
Anleger sollten bei Investitionen in den Vanguard S&P 500 einen längeren Zeithorizont mitbringen. Kurzzeitige Schwankungen sind normal und gehören zur Aktienanlage dazu.
Die Diversifikation über 500 Unternehmen bleibt ein Vorteil des Vanguard S&P 500. Einzelne schwache Firmen fallen weniger ins Gewicht.
Der ETF eignet sich besonders für Sparpläne und den schrittweisen Vermögensaufbau. Die niedrigen Kosten machen den Vanguard S&P 500 attraktiv für Privatanleger.
Prognose-Faktoren:
- Technologiesektor-Entwicklung
- Inflation und Zinsniveau
- Geopolitische Ereignisse
Investoren müssen weiterhin mit Marktschwankungen rechnen. Der Vanguard S&P 500 wird diese Bewegungen widerspiegeln und bleibt abhängig von der US-Wirtschaftsentwicklung.
