Eine abgelehnte Kreditkarte kann frustrierend sein, egal ob der Antrag bei der Bank scheitert oder die Zahlung im Geschäft nicht funktioniert. Eine Kreditkarte abgelehnt zu bekommen hat meist klare Gründe wie unzureichende Bonität, technische Probleme oder überschrittene Kreditlimits. Banken teilen diese Gründe jedoch nicht immer mit und verweisen stattdessen auf ihre Geschäftsbedingungen.
Die Ursachen für eine Kreditkarte abgelehnt reichen von persönlichen Faktoren bis hin zu temporären technischen Störungen. Manchmal liegt es an der eigenen Kreditwürdigkeit oder fehlenden Unterlagen bei der Antragstellung. In anderen Fällen können auch die strengen Richtlinien der jeweiligen Bank oder ein einfacher Tippfehler beim Online-Shopping der Grund sein.
Wer versteht, warum seine Kreditkarte abgelehnt wurde, kann gezielt gegensteuern. Dieser Artikel erklärt die häufigsten Ablehnungsgründe und zeigt praktische Lösungswege auf. Außerdem werden Alternative Zahlungsmethoden und rechtliche Aspekte beleuchtet, damit zukünftige Ablehnungen vermieden werden können.
Was bedeutet ‚Kreditkarte abgelehnt‘?
Eine Kreditkarte Abgelehnt-Meldung tritt auf, wenn eine Zahlung oder ein Kartenantrag nicht genehmigt wird. Diese Ablehnung kann sowohl bei der ersten Beantragung als auch bei normalen Einkäufen passieren.
Definition des Ablehnungsprozesses
Wenn eine Kreditkarte Abgelehnt wird, bedeutet dies, dass die Bank oder das Kreditkartenunternehmen eine Transaktion oder einen Antrag nicht genehmigt hat. Der Ablehnungsprozess läuft automatisch über Computersysteme ab.
Bei einer Transaktion prüft das System verschiedene Faktoren in Sekunden. Dazu gehören das verfügbare Kreditlimit, die Kartengültigkeit und verdächtige Aktivitäten.
Wenn der Kartenantrag Kreditkarte Abgelehnt wird, hat die Bank die Kreditwürdigkeit des Antragstellers bewertet. Sie nutzt dabei SCHUFA-Daten und andere Informationen über die finanzielle Situation.
Die Entscheidung erfolgt meist sofort bei Online-Transaktionen. Bei Kartenanträgen kann der Prozess mehrere Tage dauern.
Häufige ablehnende Mitteilungen
Kunden sehen verschiedene Meldungen, wenn ihre Kreditkarte Abgelehnt wird. Die häufigsten Nachrichten sind:
Bei Zahlungen:
- „Transaktion abgelehnt“
- „Karte nicht autorisiert“
- „Zahlung fehlgeschlagen“
- „Kontaktieren Sie Ihre Bank“
Bei Kartenanträgen:
- „Antrag kann nicht genehmigt werden“
- „Unzureichende Bonität“
- „Weitere Unterlagen erforderlich“
Diese Meldungen geben meist keine genauen Gründe an. Kunden müssen bei ihrer Bank nachfragen, um die exakten Ursachen zu erfahren.
Die Nachrichten erscheinen am Kartenterminal, auf Websites oder in E-Mails. Sie sind oft kurz und allgemein gehalten.
Unterschied zwischen Beantragungs- und Transaktionsablehnung
Es gibt zwei verschiedene Arten, wie eine Kreditkarte Abgelehnt werden kann. Diese haben unterschiedliche Ursachen und Folgen.
Beantragungsablehnung passiert vor der Kartenausgabe. Die Bank prüft dabei die Kreditwürdigkeit des Antragstellers. Faktoren sind das Einkommen, bestehende Schulden und der SCHUFA-Score.
Transaktionsablehnung betrifft bereits vorhandene Karten. Hier wird eine einzelne Zahlung nicht genehmigt. Gründe können ein überschrittenes Limit oder verdächtige Aktivitäten sein.
Bei der Beantragungsablehnung muss der Kunde alternative Karten suchen. Bei Transaktionsablehnungen kann er oft sofort eine andere Zahlungsmethode verwenden.
Die Beantragungs-Kreditkarte Abgelehnt-Situation ist dauerhafter. Transaktionsablehnungen lassen sich meist schnell lösen.
Typische Gründe für eine abgelehnte Kreditkarte
Banken lehnen Kreditkartenanträge meist wegen schlechter Bonität, fehlenden Angaben oder vergangenen Zahlungsproblemen ab. Diese drei Faktoren entscheiden oft über Erfolg oder Misserfolg des Antrags.
Unzureichende Bonität
Der SCHUFA-Score ist der wichtigste Grund, warum eine Kreditkarte abgelehnt wird. Banken prüfen die Kreditwürdigkeit jedes Antragstellers genau.
Kritische SCHUFA-Werte:
- Unter 90: Sehr hohes Risiko
- 90-95: Erhöhtes Risiko
- Über 97: Gutes Risiko
Ein niedriger Score zeigt der Bank mögliche Zahlungsprobleme an. Negative SCHUFA-Einträge entstehen durch unbezahlte Rechnungen oder Mahnverfahren.
Das Einkommen spielt ebenfalls eine große Rolle. Banken verlangen meist ein Mindesteinkommen von 600 bis 1.200 Euro monatlich. Befristete Arbeitsverträge oder Probezeiten erhöhen das Ablehnungsrisiko.
Selbstständige haben oft Schwierigkeiten bei der Kreditkartenbeantragung. Banken sehen unregelmäßige Einkommen als Risiko an.
Unvollständige Angaben
Falsche oder fehlende Angaben führen häufig dazu, dass eine Kreditkarte abgelehnt wird. Banken prüfen alle Daten sehr genau.
Häufige Fehler im Antrag:
- Falsche Adresse oder Telefonnummer
- Ungenaue Einkommensangaben
- Fehlende Unterschrift
- Veraltete Dokumente
Die Identitätsprüfung muss vollständig sein. Ohne gültigen Ausweis oder Pass lehnen Banken den Antrag sofort ab.
Auch kleine Rechtschreibfehler können Probleme verursachen. Der Name muss exakt mit den Ausweisdokumenten übereinstimmen. Abweichungen verzögern die Bearbeitung oder führen zur Ablehnung.
Manche Antragsteller vergessen wichtige Nachweise. Gehaltsabrechnungen oder Kontoauszüge müssen aktuell und vollständig sein.
Vorherige Zahlungsprobleme
Frühere Zahlungsausfälle sind ein Hauptgrund für abgelehnte Kreditkarten. Banken sehen das Zahlungsverhalten als wichtigen Indikator.
Bereits bestehende Kredite können problematisch werden. Zu viele Verbindlichkeiten verschlechtern die Bonität erheblich. Die Bank prüft die gesamte finanzielle Situation.
Problematische Faktoren:
- Überzogene Konten
- Unbezahlte Kreditraten
- Mahnverfahren
- Privatinsolvenz
Auch kleinere Probleme wie häufige Kontoüberziehungen fallen negativ auf. Sie zeigen mangelnde Kontrolle über die Finanzen.
Kreditkartenschulden bei anderen Banken erhöhen das Ablehnungsrisiko. Die Gesamtverschuldung darf nicht zu hoch werden.
Prüfung der eigenen Bonität
Eine gründliche Überprüfung der eigenen Bonität hilft dabei, die Chancen auf eine erfolgreiche Kreditkartenbeantragung zu verbessern. Der SCHUFA-Score spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewertung durch die Banken.
Wie Sie Ihre Bonitätsauskunft einsehen
Verbraucher können einmal jährlich eine kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft beantragen. Diese zeigt alle gespeicherten Daten und den aktuellen Score-Wert.
Die Anfrage erfolgt online über das SCHUFA-Portal oder per Post. Wichtig ist, dass man ausreichend Zeit einplant, da die Bearbeitung bis zu vier Wochen dauern kann.
Wichtige Prüfpunkte in der Auskunft:
- Persönliche Daten auf Richtigkeit
- Veraltete oder fehlerhafte Einträge
- Offene Forderungen oder Mahnverfahren
- Anzahl der laufenden Kredite und Kreditkarten
Fehlerhafte oder veraltete Einträge sollten sofort bei der SCHUFA reklamiert werden. Dies kann den Score verbessern und damit die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass die Kreditkarte abgelehnt wird.
Auswirkungen der Bonität auf die Kartenvergabe
Der SCHUFA-Score bewegt sich zwischen 1 und 100 Punkten. Werte ab 95 gelten als sehr gut und führen selten dazu, dass eine Kreditkarte abgelehnt wird.
Score-Bewertung der Banken:
- 95-100: Sehr geringe Ausfallwahrscheinlichkeit
- 90-95: Geringe bis überschaubare Ausfallwahrscheinlichkeit
- 80-90: Zufriedenstellende bis erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit
- Unter 80: Deutlich erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit
Banken prüfen nicht nur den Score, sondern auch die Anzahl bereits vorhandener Kreditkarten. Wer mehrere Karten besitzt, riskiert eine Ablehnung auch bei guter Bonität.
Negative Einträge wie unbezahlte Rechnungen oder Kredite sind der häufigste Grund, warum eine Kreditkarte abgelehnt wird. Diese Einträge bleiben meist drei Jahre gespeichert.
Probleme bei der Antragstellung
Fehler beim Ausfüllen des Antrags und Schwierigkeiten bei der Identitätsprüfung gehören zu den häufigsten Gründen, warum eine Kreditkarte abgelehnt wird. Diese Probleme lassen sich meist schnell beheben, wenn man die Ursachen kennt.
Fehlerhafte oder unvollständige Daten
Wenn eine Kreditkarte abgelehnt wird, liegt es oft an falschen oder fehlenden Angaben im Antrag. Banken prüfen jeden Antrag sehr genau und lehnen ihn ab, wenn Daten nicht stimmen.
Häufige Fehler bei Antragsdaten:
- Falsche Adresse oder veraltete Wohnadresse
- Fehlerhafte Einkommensangaben oder fehlende Nachweise
- Tippfehler bei Name, Geburtsdatum oder Telefonnummer
- Unvollständige Arbeitgeber-Informationen
Die Bank kann die Bonität nicht richtig prüfen, wenn wichtige Daten fehlen. Deshalb wird die Kreditkarte abgelehnt, auch wenn der Antragsteller eigentlich kreditwürdig ist.
Antragsteller sollten alle Felder sorgfältig ausfüllen und ihre Angaben vor dem Absenden prüfen. Bei Unsicherheiten hilft es, die erforderlichen Dokumente vorher bereitzulegen.
Verifizierungsprobleme
Probleme bei der Identitätsprüfung führen ebenfalls dazu, dass eine Kreditkarte abgelehnt wird. Banken müssen die Identität ihrer Kunden gesetzlich überprüfen.
Typische Verifizierungsschwierigkeiten:
- Abgelaufener Personalausweis oder Reisepass
- Schlechte Bildqualität bei Online-Verfahren
- Unterschiedliche Namen in verschiedenen Dokumenten
- Technische Probleme beim VideoIdent-Verfahren
Manche Menschen haben besondere Umstände, die die Prüfung erschweren. Dazu gehören kürzliche Umzüge, Namensänderungen nach der Heirat oder fehlende deutsche Dokumente bei Ausländern.
In solchen Fällen sollten Antragsteller direkt mit der Bank sprechen. Oft gibt es alternative Wege für die Identitätsprüfung, wenn die Standard-Verfahren nicht funktionieren.
Kreditkartenrichtlinien der Banken
Jede Bank hat eigene Regeln für die Kreditkartenvergabe, die darüber entscheiden, ob ein Antrag genehmigt oder eine Kreditkarte abgelehnt wird. Diese Richtlinien unterscheiden sich stark zwischen den verschiedenen Bankinstituten.
Kriterien der Banken bei der Kartenvergabe
Banken prüfen mehrere wichtige Faktoren, bevor sie eine Kreditkarte bewilligen. Die Bonität steht dabei an erster Stelle.
Die SCHUFA-Auskunft zeigt das Zahlungsverhalten der letzten Jahre. Negative Einträge führen oft dazu, dass eine Kreditkarte abgelehnt wird.
Das monatliche Einkommen muss stabil und ausreichend hoch sein. Viele Banken verlangen ein Mindesteinkommen zwischen 600 und 1.200 Euro.
Die Beschäftigungsdauer spielt ebenfalls eine Rolle. Banken bevorzugen Antragsteller mit festem Arbeitsverhältnis seit mindestens sechs Monaten.
Weitere Prüfkriterien:
- Alter (meist zwischen 18 und 70 Jahren)
- Wohnsitz in Deutschland
- Bestehende Bankverbindung
- Anzahl der Kreditanfragen in den letzten Monaten
Selbstständige haben oft schlechtere Chancen. Ihre unregelmäßigen Einkünfte gelten als Risikofaktor, weshalb ihre Kreditkarte abgelehnt werden kann.
Unterschiede zwischen Bankinstituten
Die Vergabekriterien variieren stark zwischen den Banken. Einige Institute sind sehr streng und nehmen nur Kunden mit bester Bonität an.
Strenge Banken wie Premium-Institute verlangen oft:
- SCHUFA-Score über 95%
- Mindesteinkommen ab 2.000 Euro
- Perfekte Zahlungshistorie
Lockere Banken wie die Advanzia Bank genehmigen auch Anträge mit schwächerer Bonität. Sie vergeben jedoch nur niedrige Kreditlimits.
Direktbanken haben meist automatisierte Prüfverfahren. Filialbanken prüfen jeden Fall einzeln und können flexibler entscheiden.
Debitkarten werden leichter genehmigt als echte Kreditkarten. Prepaid-Karten erhalten fast alle Antragsteller, da kein Kreditrisiko besteht.
Wird eine Kreditkarte abgelehnt, sollten Antragsteller bei anderen Banken versuchen. Die Chancen können sich deutlich unterscheiden.
Technische und temporäre Ablehnungsursachen
Technische Störungen und zeitlich begrenzte Probleme sind häufige Gründe, warum eine Kreditkarte abgelehnt wird. Diese Ablehnungen entstehen meist durch Systemfehler oder vorsorgliche Sicherheitsmaßnahmen der Bank.
Systemausfälle und Netzwerkprobleme
Wenn eine Kreditkarte abgelehnt wird, kann ein technisches Problem die Ursache sein. Serverausfälle bei der Bank oder beim Zahlungsdienstleister unterbrechen die Verbindung zwischen Terminal und Kreditkartenunternehmen.
Netzwerkstörungen führen dazu, dass die Autorisierung der Zahlung nicht durchgeführt werden kann. Das Terminal zeigt dann eine Fehlermeldung an, obwohl mit der Karte selbst alles in Ordnung ist.
Häufige technische Probleme:
- Serverüberlastung bei der Bank
- Internetverbindungsfehler
- Defekte Kartenlesegeräte
- Softwarefehler im Zahlungssystem
Diese Störungen treten besonders an Feiertagen oder bei hohem Zahlungsaufkommen auf. Wenn die Kreditkarte abgelehnt wird, sollte der Kunde nach wenigen Minuten einen neuen Zahlungsversuch starten.
Temporäre Sperrungen
Banken sperren Kreditkarten vorübergehend, wenn verdächtige Aktivitäten erkannt werden. Diese Sicherheitsmaßnahme schützt vor Betrug und unbefugter Nutzung.
Gründe für temporäre Sperrungen:
- Ungewöhnliche Kaufmuster
- Zahlungen in fremden Ländern
- Mehrere schnelle Transaktionen hintereinander
- Eingabe falscher PIN mehrfach
Die Bank entsperrt die Karte meist automatisch nach einigen Stunden. Bei längeren Sperrungen muss der Karteninhaber die Bank kontaktieren und seine Identität bestätigen.
Reisen ins Ausland sollten der Bank vorab gemeldet werden. So wird verhindert, dass die Kreditkarte abgelehnt wird, wenn im Urlaubsland bezahlt wird.
Maßnahmen nach einer Ablehnung
Nach einer Ablehnung gibt es zwei wichtige Schritte: die direkte Kommunikation mit der Bank zur Klärung der Gründe und die Möglichkeit eines Widerspruchs oder erneuten Antrags nach Verbesserung der Voraussetzungen.
Kontaktaufnahme mit der Bank
Wenn eine Kreditkarte abgelehnt wurde, sollte der Antragsteller sofort Kontakt zur Bank aufnehmen. Viele Banken nennen in ihren Ablehnungsschreiben keine konkreten Gründe und verweisen nur auf die Geschäftsbedingungen.
Ein direktes Gespräch kann wichtige Informationen liefern. Der Kundenberater kann oft erklären, welche Faktoren zur Ablehnung führten.
Wichtige Fragen bei der Kontaktaufnahme:
- Welche spezifischen Kriterien wurden nicht erfüllt?
- Wie hoch muss das Einkommen sein?
- Welche SCHUFA-Bewertung wird benötigt?
- Gibt es alternative Kartenprodukte?
Die Bank ist nicht verpflichtet, alle Details zu nennen. Trotzdem lohnt sich die Nachfrage, da sie wertvolle Hinweise für Verbesserungen geben kann.
Widerspruch und erneuter Antrag
Bei einer Kreditkarte abgelehnt kann ein Widerspruch sinnvoll sein, wenn die Ablehnung auf falschen Informationen basiert. Zunächst sollte der Antragsteller seine SCHUFA-Auskunft prüfen und fehlerhafte Einträge korrigieren lassen.
Ein erneuter Antrag ist meist erfolgversprechender als ein Widerspruch. Vor der Neubeantragung sollten die Ablehnungsgründe behoben werden:
- Einkommen erhöhen oder nachweisen
- SCHUFA-Score verbessern durch Schuldenabbau
- Wartezeit einhalten von mindestens 3-6 Monaten
- Alternative Karten wählen mit niedrigeren Anforderungen
Eine Prepaid-Kreditkarte kann als Übergangslösung dienen, wenn eine reguläre Kreditkarte abgelehnt wurde.
Alternativen zur Kreditkarte
Wenn ein Kreditkartenantrag abgelehnt wurde, stehen verschiedene andere Zahlungsmittel zur Verfügung. Prepaid-Kreditkarten und Debitkarten bieten ähnliche Funktionen ohne die strengen Bonitätsprüfungen herkömmlicher Kreditkarten.
Prepaid-Kreditkarten
Prepaid-Kreditkarten sind eine beliebte Alternative, wenn die Kreditkarte abgelehnt wurde. Diese Karten funktionieren nur mit vorher aufgeladenem Guthaben.
Keine Bonitätsprüfung erforderlich. Die meisten Anbieter führen keine SCHUFA-Prüfung durch. Selbst bei negativen Einträgen erhalten Antragsteller meist eine Prepaid-Karte.
Die Karte kann nur bis zum verfügbaren Guthaben genutzt werden. Verschuldung ist unmöglich, da kein Kreditrahmen gewährt wird.
Wichtige Eigenschaften:
- Aufladung per Überweisung oder Bargeld
- Online-Shopping und Kartenzahlung möglich
- Teilweise mit Hochprägung und eigenem Namen
- Jahresgebühren zwischen 0-30 Euro
Viele Prepaid-Karten bieten zusätzliche Services. Dazu gehören Online-Banking, mobile Apps und Geldabhebungen am Automaten.
Debitkarten
Debitkarten ziehen Zahlungen direkt vom Girokonto ab. Sie sind eine praktische Alternative, wenn die Kreditkarte abgelehnt wurde.
Sofortige Abbuchung vom verknüpften Konto. Anders als bei Kreditkarten erfolgt keine monatliche Abrechnung. Das Geld wird unmittelbar nach der Zahlung eingezogen.
Die meisten Banken geben Debitkarten ohne aufwendige Bonitätsprüfung aus. Vorhandenes Girokonto reicht meist aus. Negative SCHUFA-Einträge sind weniger problematisch.
Verfügbare Varianten:
- Girocard (EC-Karte): Hauptsächlich in Deutschland nutzbar
- Visa Debit: Weltweit akzeptiert
- Mastercard Debit: International einsetzbar
Debitkarten funktionieren bei den meisten Online-Händlern. Auch Auslandsreisen sind problemlos möglich. Die Akzeptanz ist fast so hoch wie bei echten Kreditkarten.
Wie man eine Ablehnung zukünftig vermeidet
Eine saubere Bonität und korrekte Angaben sind die wichtigsten Faktoren, um zu verhindern, dass eine Kreditkarte abgelehnt wird. Wer diese beiden Bereiche im Blick behält, kann seine Chancen auf eine erfolgreiche Beantragung deutlich steigern.
Regelmäßige Überprüfung der Bonität
Die Bonität ist der wichtigste Grund, warum eine Kreditkarte abgelehnt wird. Banken prüfen immer die Schufa-Auskunft, bevor sie eine Entscheidung treffen.
Schufa-Score verbessern:
- Rechnungen immer pünktlich bezahlen
- Kredite vollständig zurückzahlen
- Nicht benötigte Girokonten schließen
- Alte Handyverträge kündigen
Antragsteller sollten ihre Schufa-Auskunft mindestens einmal im Jahr kostenlos anfordern. Fehlerhafte Einträge können sie direkt korrigieren lassen.
Wartezeiten einhalten:
Nach einer Ablehnung sollten mindestens drei bis sechs Monate vergehen, bevor ein neuer Antrag gestellt wird. Zu viele Anfragen in kurzer Zeit verschlechtern den Score.
Ein stabiles Einkommen und ein fester Wohnsitz über mindestens ein Jahr helfen ebenfalls. Diese Faktoren zeigen Banken, dass der Antragsteller zuverlässig ist.
Korrekte und vollständige Antragsangaben
Falsche oder unvollständige Angaben führen oft dazu, dass eine Kreditkarte abgelehnt wird. Banken überprüfen alle Daten sehr genau.
Wichtige Angaben kontrollieren:
- Vollständiger Name und aktuelle Adresse
- Korrektes Geburtsdatum
- Genaues Nettoeinkommen
- Arbeitgeber und Beschäftigungsdauer
Das angegebene Einkommen muss mit den Gehaltsabrechnungen übereinstimmen. Übertreibungen fallen bei der Prüfung auf und führen zur Ablehnung.
Realistische Kreditlimits wählen:
Antragsteller sollten nicht das höchste verfügbare Limit beantragen. Ein niedrigeres Limit erhöht die Bewilligungschancen erheblich.
Alle Dokumente müssen aktuell und gut lesbar sein. Unleserliche Kopien oder veraltete Nachweise verzögern die Bearbeitung oder führen zur Ablehnung.
Rechtliche Aspekte und Verbraucherschutz
Banken müssen bei einer abgelehnten Kreditkarte bestimmte rechtliche Regeln befolgen. Verbraucher haben klare Rechte und Anspruch auf Information über die Gründe der Ablehnung.
Ihre Rechte bei einer Ablehnung
Wurde die Kreditkarte abgelehnt, haben Verbraucher das Recht auf eine schriftliche Begründung der Bank. Diese Auskunft muss innerhalb von vier Wochen nach der Ablehnung erfolgen.
Die Bank muss konkrete Gründe nennen. Allgemeine Aussagen wie „mangelnde Bonität“ reichen nicht aus. Verbraucher können eine detaillierte Erklärung verlangen.
Wichtige Rechte im Überblick:
- Kostenlose Selbstauskunft bei der Schufa einmal jährlich
- Korrektur falscher Daten in der Schufa-Akte
- Widerspruch gegen unrichtige Einträge
- Einsicht in alle gespeicherten Daten
Bei fehlerhaften Schufa-Einträgen können Betroffene eine sofortige Löschung fordern. Die Schufa muss den Sachverhalt dann binnen vier Wochen prüfen und korrigieren.
Verbraucher haben außerdem das Recht, bei einer anderen Bank einen neuen Antrag zu stellen. Eine Kreditkarte abgelehnt zu bekommen bedeutet nicht, dass alle anderen Banken ebenfalls ablehnen werden.
Datenschutz und Informationspflicht der Banken
Banken müssen beim Kreditkartenantrag transparent über die Datenverwendung informieren. Sie dürfen nur relevante Daten für die Bonitätsprüfung verwenden und müssen den Zweck der Datenerhebung erklären.
Die Einverständniserklärung zur Schufa-Abfrage muss ausdrücklich erteilt werden. Banken dürfen keine versteckten Klauseln verwenden oder die Zustimmung voraussetzen.
- Aufklärung über Schufa-Abfrage vor Antragstellung
- Information über gespeicherte Kundendaten
- Löschung der Daten nach Ablauf der Speicherfristen
- Schutz vor unbefugtem Zugriff auf Kundendaten
Wurde eine Kreditkarte abgelehnt, speichert die Schufa diese Information als „Anfrage Kreditkarte“. Diese Einträge werden nach zwölf Monaten automatisch gelöscht.
Banken müssen auch über Scoring-Verfahren aufklären. Kunden haben das Recht zu erfahren, welche Faktoren in die Bewertung ihrer Bonität einfließen.
